Deutchland

Germany
 
 
Kontakt, Josef Pröll,

 

 

Die Waffen nieder – Nein zum Krieg – Hände weg von der Ukraine

Die Lagergemeinschaft Dachau der Bundesrepublik Deutschland verurteilt die militärische Aggression Russlands, die Bombardierung und Invasion der Ukraine. Das Präsidium der Lagergemeinschaft unterstützt die Forderung der Bundesregierung an Russland, seine Truppen vollständig aus der Ukraine zurückzuziehen, und fordert eine Einhaltung des Völkerrechts. Die Wahrung des Selbstbestimmungsrechts der Menschen in der Ukraine muss oberstes Ziel sein.

Die Bombardierungen und alle Kriegshandlungen Russlands müssen sofort gestoppt werden. Notwendig sind ein umfassender Waffenstillstand, der Rückzug aller Truppen und die Aufnahme von Verhandlungen. Für Krieg gibt es keine Rechtfertigung. Die humanitäre Hilfe und Schutz für Geflüchtete müssen nun an erster Stelle stehen.

Nach der Befreiung der Konzentrationslager und dem Ende des Zweiten Weltkrieg wünschten sich die Menschen nichts mehr als Nie wieder Krieg. Seit dem 24. Februar lässt Putin die Ukraine bombardieren. Der russische Angriff auf die Ukraine ist ein eindeutiger Bruch des Völkerrechts und durch nichts zu rechtfertigen. Die Lebensgrundlage der Menschen wurde und wird dauerhaft zerstört. Viele weitere Menschen werden sterben.

Unser Land hat eine besondere Verantwortung gegenüber den Menschen in den Staaten der ehemaligen Sowjetunion wie u.a. Belarus, Ukraine und Russland, wie das Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in seiner Rede anlässlich des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion vor 80 Jahren im Juni 2021 betonte. „...Der deutsche Krieg gegen die Sowjetunion war eine mörderische Barbarei... 27 Millionen Menschen hat das nationalsozialistische Deutschland getötet, ermordet, erschlagen, verhungern lassen, durch Zwangsarbeit zu Tode gebracht.“

Verschleppte Menschen aus der ehemaligen Sowjetunion stellten die größte Häftlingsgruppe im KZ Dachau. Als Lagergemeinschaft Dachau e.V. betonen wir daher die besondere Verantwortung unseres Landes und der Regierung, die Forderung der 1945 befreiten Häftlinge "Nie wieder Faschismus - Nie wieder Krieg" weiterhin zum zentralen Anliegen unsers politischen Handelns zu machen.

Wir denken an die ehemaligen Häftlinge des KZ Dachau, ihre Familienangehörigen und an die Menschen, die diesem neuen Krieg mit all seinen Folgen ausgesetzt sind. Wir sind erschüttert.

Präsidium der Lagergemeinschaft Dachau

 Ukraine
 
 
 

website Lagergemeinschaft Dachau e.V.

 

Ernst GrubePräsident der Lagergemeinschaft Dachau e.V.
Dr. Jürgen Müller-HohagenVize-Präsident der Lagergemeinschaft Dachau e.V.
Vakant Schriftführer der Lagergemeinschaft Dachau e.V.
Klaus Mai Kassier der Lagergemeinschaft Dachau e.V.
 

Die Lagergemeinschaft

Die Lagergemeinschaft Dachau wurde 1946 von ehemaligen Häftlingen gegründet. Die meisten von ihnen waren politische Gefangene.

Von Anfang an arbeitete die Lagergemeinschaft eng zusammen mit dem Internationalen Dachaukomitee (Comité International de Dachau / CID), in dem viele Nationen vertreten sind.

Mit dem Internationalen Dachau Komitee hat sich die Lagergemeinschaft dafür eingesetzt, dass eine würdige Gedenkstätte entstanden ist, die 1965 eröffnet werden konnte. Maßgebliche politische Kräfte hatten in den 1950er Jahren das Gelände einebnen wollen, um die unbequeme Erinnerung auszulöschen.

Bis heute besuchen noch Überlebende aus aller Welt und ihre Angehörigen die KZ-Gedenkstätte Dachau; sie ist eine der meistbesuchten Gedenkstätten Deutschlands. Heute gehören der Lagergemeinschaft Dachau KZ-Überlebende, deren Angehörige und Mitglieder an, die sich aus vielfältigen Gründen mit der Idee des Antifaschismus verbunden fühlen.

Mit der KZ-Gedenkstätte Dachau arbeitet die Lagergemeinschaft eng zusammen.

 

 

 

 

Website Namen statt Nummern

 

 
 

Internationale Wanderausstellung „Namen statt Nummern“

 
Nijmegen, Bordeaux, Wien, Lublin, Saporischja, Berlin – aus diesen und tausend anderen großen und kleinen Orten Europas deportierten die Nationalsozialisten in den Jahren 1933 bis 1945 Menschen in das Konzentrationslager Dachau. Die Internationale Wanderausstellung „Namen statt Nummern“ zeigt eine Auswahl von 22 Biographien des Dachauer Gedächtnisbuch-Projekts. Die Banner der Ausstellung beschreiben die Schicksale einzelner Häftlinge und vermitteln Hintergrundinformationen über das Projekt Gedächtnisbuch und die Geschichte des KZ Dachau.